Tauchen und Kopfschmerzen

6. Schlecht gewartete Ausrüstung und Abfüllanlage

Lass Deine Tauchausrüstung regelmäßig warten!
Schlecht gewartete Atemregler können zu gefährlichen Fehlfunktionen führen und zudem die Qualität der Atemluft beeinträchtigen.
Wenig Einfluss hat man leider in Bezug auf die Abfüllanlagen der Tauchbasis. Bei schlecht gewarteten Atemluftkompressoren kann verunreinigte Luft in die Tauchtanks abgefüllt werden. Bei nachlässig arbeitenden Tauchbasen gelangen Verunreinigungen wie Kompressorschmieröle aber auch Abgase wie Kohlenmonoxid, Methan oder Kohlendioxid in die Tauchflasche, die der Taucher dann unter Wasser einatmen muss. Solche Verunreinigungen können Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit auslösen. In weit schlimmeren Fällen können sie zur Bewusstlosigkeit und zum Tod führen.

Ein Beispiel für den grob fahrlässigen Betrieb von Abfüllanlagen gibt der Vorfall auf dem Safariboot Baani Adventurer am 22.05.2008 auf den Malediven, bei dem infolge der Benutzung schlecht gewarteter Abfüllanlagen ein russischer Divemaster zu Tode kam. Ein Unglück, das laut Gutachten hätte leicht verhindert werden können.

Abhilfe: Sorge für regelmäßige Wartungen Deiner Ausrüstung. Verschaffe Dir einen Überblick über das Material und den Zustand der Abfüllanlagen vor Ort. Machen die Geräte einen einwandfreien Zustand? Ist das Personal richtig geschult?

 

7. Dekompressionsunfall

Der Supergau beim Tauchen. Treten Kopfschmerzen während oder nach dem Tauchen gepaart mit weiteren Symptomen auf, gilt die höchste Warnstufe. Treten weitere Merkmale wie Gelenkschmerzen, Schwindel und Übelkeit/Erbrechen auf, teil dies unverzüglich der Tauchbasis mit und wende Dich an medizinisches Personal. Auch Jucken der Haut, Schwellungen oder Hautausschlag, Ohrenklingeln und extreme Erschöpfung können Symptome eines Dekompressionsunfalles sein.
Ein zu schneller Tauchaufstieg oder ausgelassene Dekompressionsstops können die Ursache der daraus resultierenden Tauchkrankheit sein. Dann müssen sofort Erste-Hilfe.Maßnahmen eingeleitet und 100% Sauerstoff verabreicht werden. Weitere medizinische Rettungsmaßnahmen bis hin zur Druckkammerbehandlung sind dann in der Regel lebensnotwendig.

Nimmst Du derartige Symptome bei Dir wahr, dann wende Dich unverzüglich an medizinisches Personal. An Bord eines Tauchbootes können die Guides die notwendigen Rettungsmaßnahmen einleiten.

 

Fazit

Taucher sollten generell eine gewisse körperliche Fitness vorweisen können und regelmäßig den Taucherarzt (ausgebildeter Überdruckmediziner) besuchen, um sich eine entsprechende Tauchtauglichkeit ausweisen lassen zu können.

Geräte und Ausrüstung sollten ebenso regelmäßig gewartet werden. Das gleiche gilt selbstverständlich auch für Leihausrüstung der Tauchbasis und der Abfüllanlagen.

Wer Erkältungssymptome aufweist gehört ins Bett und nicht unter Wasser. Wer trotzdem taucht nimmt nicht nur Kopfschmerzen in Kauf sondern riskiert seine Gesundheit.

Trinken ist beim Tauchen ein wichtiges Thema, das oft vernachlässigt mit – mit unangenehmen Folgen.

Zu guter Letzt: So selbstverständlich es sein sollte: Tauchen bitte immer nur nach den üblichen Regularien. Halte sichere Aufstiegszeiten ein, vermeide Dekompressionsstops und falls nötig halte sie ein. Halte Dich immer an den Sicherheitsstop und tauche konservativ.

 

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