Pottwale der Azoren - Teil I

Das Highlight: Pilotwale

Als sich die Euphorie wieder ein wenig verflüchtigt, erinnern wir uns unserer eigentlichen Mission. Die Pottwale, wegen denen wir eigentlich hier sind, drängen sich gedanklich wieder ein wenig in den Vordergrund.  Beim Blick auf die Uhr stellen wir überrascht fest, dass die Zeit nun doch schneller dahingeeilt ist, als vermutet. Von den insgesamt 6 Stunden auf "Waljagd" sind bereits 4 Stunden verstrichen. Immerhin noch zwei Stunden, die uns verbleiben.

Ebenso wird klar, dass sich zu den ersten Whalewatchingbooten 4 weitere Boote hinzugesellt haben, was unsere Chancen nochmal entsprechend minimiert.
Die weiter draußen kreuzenden Whalewatchingboote scheinen im Moment im Vorteil zu liegen: Wir erkennen, dass sie im vorgeschriebenen Mindestabstand von 50 Metern einem Meeressäuger folgen, der dort – deutlich erkennbar an der Blasfontäne - seine Bahnen zieht. Kopf und Buckel tauchen abwechselnd auf und unter. Es sieht aus, als wolle er Anlauf für einen langen Tauchgang nehmen. Wir wenden unseren Blick von der Szene ab, in der Hoffnung, einen in unmittelbarer Nähe kreuzenden Wal zu sichten.

Da durchschneidet eine Rückenfinne wenige Meter vor uns die Wellen. Zunächst noch glauben wir, einen gewöhnlichen Delfin vor uns zu sehen. Dann erkennt man mehr Konturen und Arne äußert die Vermutung, es können Risso-Delfine (auch Rundkopfdelfine genannt) sein. Zuletzt identifizieren wir die Tiere aufgeregt als das, was sie tatsächlich sind: Pilotwale.

Wäre Enrico Villa bei den Antragsformalitäten nicht so geistesgegenwärtig gewesen, wir hätten nun nicht ins Wasser steigen können. Es bedarf einer Sondergenehmigung ebenso wie jener, die uns gestattet, mit den Pottwalen im Wasser zu interagieren.

Enrico hatte die Genehmigung für die Pilotwale gleich mit beantragt und so kommen wir zu dem seltenen Vergnügen auch mit dieser Spezies ins Wasser zu dürfen.

Wie ruhig die Tiere dahingleiten, fast schon träge. Aber selbst diese fast schon lethargisch anmutenden Bewegungen nötigen uns einen kräftigen wie gleichermaßen anstrengenden Flossenschlag ab, um auch nur annhähernd mit den Pilot- oder auch Grindwalen mithalten zu können.

Zunächst schwimmen die Tiere auf sichere Distanz davon - auch in dieser Gruppe entdecken wir ein noch nicht ausgewachsenes Jungtier, vor das sich schützend die Mutter schiebt.
Als wir außer Sichtweite sind, springen wir wieder auf das Boot zurück und nach wenigen Sekunden Fahrt versuchen wir unser Glück erneut.
Nachdem wir vorsichtig ins Wasser gerutscht sind, entdecken wir die Tiere im rechten Bereich unseres Sichtfeldes. Wie erhofft ziehen Sie nach links vorbei und zeigen diesmal weniger Scheu als zuvor.
6 Tiere können wir entdecken, darunter wieder ein Kalb mit Muttertier - was für ein schönes Naturschauspiel.

Wir starten noch einige Versuche mit den Tieren bis diese genug von uns haben und tiefer abtauchen, als wir ihnen folgen könnten.

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