Indonesien - Ein Seeabenteuer

Bunte Riffe, mächtig viel Fisch

Bei Fandung Rusa begeistert uns eine fantastische Steilwand, die mit bunten Korallen nur so übersäht ist. Während des Tauchgangs begleiten uns viele Fische, unter anderem eine kleine Gruppe junger Thunfische.

Und auch am "Crystal Rock" bietet sich dasselbe Bild wie zuvor: Farbenprächtige und lebensreiche Rifformationen, wohin das Auge blickt. Unter uns sehen wir zahlreiche Weißspitzenriffhaie, die ihre Runden auf Beuteschau drehen und uns aus der Distanz beäugen. Auf einer großen Gorgonie zeigt uns unser Guide 2 Pygmäenseepferdchen, die sich mit bloßem Auge kaum erkennen lassen. Die Tiere sind nur knapp 1,5 cm groß und haben sich im Laufe der Jahrmillionen in ihrer Morphologie und Körperfarbe perfekt an ihren Wirt angepasst.

Man muss schon ganz genau hinsehen, um die winzigen Lebewesen von der Fächerkoralle, auf der sie zum Schutz vor Räubern regungslos verharren, unterscheiden zu können.

Im Austauchbereich begegnet uns am Ende des Tauchgangs ein großer Napoleon, der schnell das Weite sucht. Kurz vor dem Sicherheitsstopp entdecke ich in letzter Sekunden einen Krötenfisch auf 7 Meter Tiefe.

Der gräulich marmorierte Anglerfisch wartet seelenruhig auf einen Beutefisch, der dem perfekt getarnten Tier unvorsichtig vor das Maul schwimmt.

Über den Ritt auf dem Rücken des Stieres, "El Toro" - ein unglaublicher Achterbahn-Tauchgang, bei dem wir von einer mörderischen Strömung durch die Aushöhlung auf dem Riffdach geblasen werden,  gelangen wir über die Tauchplätze Cannibal Rock, Torpedo Sand und Batu Luar zum Zenit und gleichzeitigen Höhepunkt unserer Reise.

 

Kein Glück bei der Manta Alley

Es herrscht einiges an Strömung und wir mühen uns Atemluft zehrende 20 Minuten gegen die Kraft des Meeres an. Hin und wieder nutzen wir die Hände, um uns dicht über den Korallen schwebend an Felsvorsprüngen festzuhalten oder abzustoßen. Ich merke, wie es mir die Luft aus der Flasche saugt und hoffe dabei, dass es die Anstrengung wert ist. Zwar entdecken wir gerade keinen Manta, aber eine große Meeresschildkröte zieht scheinbar unbeschwert an uns vorbei, während wir immer noch strampeln wie die Irren.

Die Gruppe ist ein wenig auseinandergedriftet und nun tänzelt zwischen den Buddyteams ein immenser Schwarm Füsiliere. Vor mir sehe ich einen großen Korallenblock, den ich zielstrebig ansteuere, um dort ein wenig Schutz gegen die erbarmungslose Strömung zu beziehen.

Als ich schon fast an dem Block dran bin, entdecke ich etwas großes Dunkles unter mir - fast hätte ich den großen Schwarzpunktrochen, der da knapp anderthalb Meter unter mir regungslos auf dem Untergrund liegt, gänzlich übersehen. Bei der Aufregung ist die Strömung fast vergessen, und nur an der Tatsache, dass ich mich immer wieder von dem großen Tier entferne, erkenne ich, dass ich Acht geben muss, nicht abgetrieben zu werden.

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