Indonesien - Anchor Reef

Im Nordwesten der indonesischen Insel Sulawesi liegt dieser schöne Tauchplatz mit dem eingängigen Namen "Anchor Reef". Neben schönen Korallenformationen soll es am Spot in der Nähe des Ortes Dongala auch Weißspitzenriffhaie geben.

Am frühen Morgen besteigen wir das kleine Tauchboot der Basis in Richtung Tauchspot. Wir tauchen in kleinen Gruppen und auch dieses Mal sind mit uns lediglich vier Taucher an Bord, die von zwei Guides betreut werden - ein seltener wie angenehmer Komfort, den wir bisher nur in Indonesien erleben durften.

Besonderes Highlight: Kleine Tauchgruppen

Als wir nach 7 Minuten Ausfahrt auf der ruhigen See den Tauchspot erreichen, ist das Neopren und der Rest der Ausrüstung schnell angelegt und nach einem kurzen "ok" unseres Guides werfen wir uns schnell per Backroll ins kühlende Nass, um der bereits einsetzenden Hitze entgehen zu können.

 

Viel Schwämme, Korallen und Fische

Nachdem der Rest der Tauchtruppe auch im Wasser ist, geht es direkt hinunter und wir erreichen zügig den Riffsattel, der für den Tauchplatz charakteristisch ist.


Unter uns erstreckt sich eine wunderschöne Korallenlandschaft - Stein- und Weichkorallen durchsetzt mit bunten Schwämmen, Federseesternen und hin und wieder entdecken wir prächtige Anemonen, die in symbiotischer Gemeinschaft mit Anemonenfischen leben.

An vielen Stellen entdecken wir bunte Rifffische und bei genauerem Betrachten auch zahlreiche Nacktschnecken.

Nach einiger Zeit erreichen wir den Namen gebenden Anker, der vor scheinbar ewiger Zeit an dieser Stelle im Riff verloren gegangen sein muss. Denn inzwischen ist der nicht mehr erkennbare Anker über und über mit Schwämmen, Krustenanemonen, Steinkorallen und Fächergorgonien überwachsen.

Wem der Anker gehörte, ist bis heute unbekannt, aber es muss ein größeres Schiff gewesen sein - der Anker ist mit seinen geschätzten 1,80 Metern recht groß.

 

Junge Riffhaie

Der Tauchgang führt uns weiter zu einer riesigen Tischkoralle - unser Guide steuert zielgenau darauf hinzu und gibt uns kurz davor zu bedeuten, uns ruhig zu verhalten.

Unter der Tischkoralle entdecken wir einen ruhenden Weißspitzenriffhai - ein noch sehr junges Tier, dass uns nahe herankommen lässt. Dahinter ist nur undeutlich ein weiterer Junghai im Schutz der Koralle zu erkennen.

Eine Zeit lang schweben wir austariert vor der Koralle und ihren faszinierenden Bewohnern, bevor wir weiterziehen und die jungen Haie hinter uns lassen.

Wir tauchen ins flachere Wasser auf - unser Tauchgang hat, ohne dass wir es bemerkt hätten - bereits 40 Minuten gedauert und unsere Luftreserven dezimiert.

Auch im Flachwasser gibt es noch vieles zu sehen: Überall intakte, filigrane Steinkorallen und wieder jede Menge Rifffische.

Im sandigen Bereich zieht ein Blaupunktrochen entspannt seine Bahnen auf der Suche nach Nahrung.

 

Fazit

Während wir dem Sicherheitsstopp entgegenschwimmen, kommt etwas Strömung auf, die allerdings keine körperliche Herausforderung darstellt.

Insgesamt ist der pittoreske Tauchplatz einfach zu betauchen und durchaus auch für Anfänger geeignet.
Aufgrund der Tiefe bis an die 30 Meter sollte aber eine entsprechende Qualifikation vorliegen.

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