El Toro – Der Ritt auf dem Stier

Nachdem alle sehenswerten und markanten Stellen des inneren Kessels abgetaucht sind, bedeutet uns unser Guide, hinter einer Koralle im Strömungsschatten Platz zu nehmen und zu warten, bis sich der Rest der Truppe an Ort und Stelle gesammelt hat.

Nachdem wir unseren strömungsgeschützten Platz verlassen haben, werden wir an der Riffwand langsam von der Strömung Richtung Riffdach empor geschoben. Und bevor wir die Schneise, die die Meeresbewegung über die Jahrmillionen in das Riffdach gefräst hat, überhaupt erblicken können, erfasst uns eine unglaubliche Kraft, die uns mitreißt und über das Riffdach schießt.

Die Strömung hat uns fest im Griff - Widerstand ist zwecklos

Mit aufgerissenen Augen bemerke ich die ungeheure Geschwindigkeit, mit der wir über das Dach des Riffes fliegen. Für Beobachtungen ist kaum Zeit; unter mir schießen Korallenformationen und Schulen bunter Barsche dahin. Und ehe ich mich versehe, erreiche ich schon das andere Ende des Riffes.

Als wir über das Riffdach hinweg sind, lässt die Strömung nach, aber dennoch ist sie stark genug, um uns noch etliche Meter weiterzutragen - vorbei an Myriaden im Sand liegender Stachelrochen, bis wir aufgrund unseres zur Neige gehenden Luftvorrates den Tauchgang beenden müssen. Mir hat es vor lauter Aufregung die Flasche fast leergezogen - 20 Bar zeigt das Finimeter noch an - immerhin ist die Flasche nicht komplett leer.

Die Angst, dass wir zu weit abgetrieben wurden, erweist sich als unangebracht. Kaum duchstößen unsere Köpfe die Wasseroberfläche, taucht wie aus dem Nichts unser Beiboot auf und zahlreiche hilfsbereite Hände der überaus aufmerksamen Crew helfen den überwältigten und teilweise noch konsternierten Tauchern aus dem Wasser - ein hervorragender Service der Indonesischen Crew.

Das war sicher, was die Strömung angeht, der heftigste Tauchgang, den ich bis heute erleben durfte, aber im Grunde ein Fun-Tauchgang, da man sich von der Strömung tragen lassen konnte.

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