Philippinen - Mainit

Einer der ersten Tauchgänge, den bei Dauin absolvieren ist Mainit - einem unscheinbarer Platz bei Dauin auf Negros.

Knapp wird uns der Tauchplatz angekündigt. Mit etwas Glück sehen wir Barrakudas. Es gibt dort eine Schule mit Jungen und eine zweite Schule mit großen Barrakudas.
Die Chancen stünden recht, verkündet unser Guide vollmundig. Gegen Ende des Tauchgangs sollen wir auch noch den "heißen Sand" erfahren dürfen:
Die thermischen Aktivitäten auf Negros reichen teilweise bis dicht unter die Erdoberfläche - daher kommt es an verschiedenen Stellen zu Erhitzung des Untergrundes - Hört sich spannend an.

 

Rein ins Boot, raus aus’m Boot

Mit einem kleinen Auslegerboot fahren wir keine 5 Minuten von der Anlegestelle aus und erreichen den Spot. Die Guides checken eifrig die Strömung: Es herrscht eine ordentliche Strömung vor, aber wir werden uns mit ihr treiben lassen und hin und wieder  bei bestimmten Attraktionen im Sand verharren.

Wir rollen rückwärts über die Bordwand und tauchen ab. Ein wenig Ernüchterung macht sich breit: Nichts als brauner Sand, ein paar Plastiktüten sind die einzige "Zierde", die im Kontrast zum öden Untergrund stehen. "Erstmal wieder ein wenig tarieren üben und sich mit der Kamera vertraut machen", denke ich und hovere knapp über dem sandigen Untergrund. Nach einer kurzen Erkundungsrunde gibt aus unser Guide zu verstehen, dass wir uns von der Strömung in südlicher Richtung treiben lassen.


"Es gibt nichts zu sehen, tauchen Sie bitte weiter"

Hin und wieder ein Kugelfisch, ein paar Sandaale, und ein anhänglicher Feuerfisch, der nicht von meinem Domeport weichen möchten.
Ansonsten nichts...gar nichts... und Strömung: Das immerhin macht Spaß. Die kräftige Strömung schiebt uns kontinuierlich vor sich her und wir lassen uns im wahrsten Sinne des Wortes treiben, während unter uns der braune Sand vorbeizieht: Fast schon öde... Aber immerhin, wir tauchen, das ist die Hauptsache.



Ich habe mich gerade mit dem vermeintlich nicht bewertbaren Tauchgang abgefunden als ich beobachte wie der Rest der Truppe versucht, sich im sandigen Untergrund zu verkeilen.
Vorsorglich um nicht von hinten aufgeschoben zu werden, suche ich mir auch eine stabile Position, was mit dem Kameragerödel alles andere als einfach ist.
Endlich finde auch ich Halt im Sand und als ich dann wieder zur Ruhe komme wende ich meinen Blick zu den anderen in der Runde: Gebannt starren sie in eine Richtung.
Ich erkenne einen Schwarm Barrakudas - es sind noch junge Tiere. Ich stehe ungünstig, bin zu weit weg, um wirklich deutlich zu sehen.
Macht nix, ein Schauspiel ist es allemal.


Der nächste Stop kommt abermals völlig unverhofft. Und wie bestellt ist es ein zweiter Schwarm Barrakudas. Diesmal sind es große Tiere. Mit einer geschätzten Länge von 1 Meter bis 1 Meter 20 cm stehen die Pfeilförmigen Fische gerade in der Strömung links von mir.

Ich habe nun mehr Glück mit meiner Position, denn der Fischschwarm ist etwa eine Armlänge von mir entfernt. Ich versuche wenig zu atmen, die Kamera ruhig zu halten und dabei noch entspannt zu sein - eine echte Herausforderung. Ärgerlich nur: Ich habe nicht das Weitwinkelobjektiv sondern ein 100mm Makro.

Nach einer Weile lösen wir uns von Untergrund und treiben wieder weiter ins flachere Wasser, Zur Abwechslung tauchen nun einige wirklich schön bewachsene Korallenblöcke auf, um die sich eine farbenfroher Mikrokosmos tummelt.In einem gelben Federseestern entdecke ich eine echte Rarität: Ein Geisterpfeifenfisch steht bewegungslos vor dem Seestern und mimt den Unsichtbaren.

Meine Luftvorräte gehen bereits dem Ende zu. Als mich der Guide zu sich winkt, habe ich nur noch 40 Bar im Tank.
Anscheinend haben wir die Stelle mit dem heißen Sand erreicht, da er mit bedeutet, die Hand in den Sand zu stecken. Deutlich spürbar ist die Wärme des Sandes unter meiner Hand, und als ich diese tiefer eingrabe, wird es fast zu heiß.

Das war ein Tauchgang nach Plan - alle Achtung!

 

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