Bali - Insel der Götter

Mehr Schein als Sein - Das Bali Hai

Uns hat der Zwischenstopp in Kuta ins Hotel "Bali Hai" geführt, dessen guter Ruf sich während unseres Aufenthalts nicht bestätigt hat.
Die Zimmer selbst waren muffig - ein Umstand, den man dem feuchten Klima zurechnen darf ebenso aber auch die Tatsache an sich, dass man sich auf die Situation entsprechend einstellen muss und öfters gegebenenfalls auch das Mobiliar austauschen muss.
Die Betten waren feucht und für europäische Standards viel zu weich (die überwiegend australischen feierwütigen Gäste scheint es im Übrigen nicht gestört zu haben). Uns hat es aber dazu bewegt, die Matratzen nachts auf den Boden zu verlegen, wobei uns deren mangelhafter Reinigungszustand ins Auge fiel. Die Matratzen rochen nicht nur muffig sondern hatten auch eine entsprechend angegilbte Farbe, die teilweise von unschönen Flecken unterbrochen wurden - die Details seien ausgespart. Insgesamt ist das Hotel nach eigener Einschätzung nicht empfehlenswert, da preislich überteuert und eigentlich nur noch das Äußerliche der Hotelanlage einen Eindruck vom früheren Glanz des Hotels vermittelt. Die Anlage an sich ist ordentlich und schön, die Zimmer lassen jedoch, wie bereits angesprochen, mehr als zu wünschen übrig. Sowohl die Lage zwischen Flughafen und Partymeile Kuta wie auch das von Fäkalien verunreinigte Meer schließen eine Empfehlung aus. An anderen Plätzen fühlten wir uns weitaus besser aufgehoben, auch wenn es dann teilweise Orte im Landesinneren waren, wie beispielsweise in Ubud, dem berühmten Malerdorf.

Die Balinesen sind sehr freundlich und aufgeschlossen. Man hat uns oft angesprochen, was sicher teilweise auf ein ökonomisches Interesse an den Reisenden zurückzuführen ist. Aber lässt man diese Tatsache mal außer Betracht, so stellt man fest, dass die Menschen äußerst freundlich, hilfsbereit und interessiert sind. In Kuta selbst ist auffällig, dass man öfters von Taxifahrern angesprochen wird, die einem zu Orten der "körperlichen Freuden" entführen wollten. Sicher darf man sich hier des gesunden Menschenverstandes bedienen und Vorsicht walten lassen. Ansonsten jedoch konnten wir unbehelligt und sicher reisen, was nicht zuletzt auf die hinduistisch geprägte entspannte balinesische Mentalität zurückzuführen ist.

 

Bali für Taucher

Das Meer rund um die Insel ist faszinierend und genau wie der Rest der indonesischen Tauchgebiete reich an Leben und Arten.
Charakteristisch ist der Norden der Insel mit seinen oftmals schwarzen Vulkansandstränden. Rund um Pemuteran und um Tulamben finden sich Top Spots, die neben üppigem Fischreichtum und Skurrilitäten im Makrobereich allerhand Spannendes zu entdecken aufweisen.

Tulamben bietet mit dem Wrack der Liberty - einen großartigen Spot für Wracktauchen.
Zudem werden häufig Tauchgänge zur kleinen Schwester Lombok angeboten, deren Tauchgebiete zu Recht einen sehr guten Ruf genießen.

 

Fazit

Insgesamt bietet die relativ kleine Insel erstaunlich viel an kulturellen und landschaftlichen Attraktionen. Für Wassersportler gibt es genug Wellen unterm Board. Die Taucherwelt darf sich an Fischreichtum und der besonderen Artenvielfalt erfreuen. Und auch der kulturell interessierte Individualreisende wird viel auf der schönen Insel zu entdecken haben.
Bali bereist man am besten per organisierter oder individueller Rundreise.

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