Fahnenbarsche

Sie sind die bunten Lieblinge der tropischen oder subtropischen Meere: Fahnenbarsche. Die zu der Familie der Sägebarsche zählenden Fische bilden über 220 Arten.

Ihnen oftmals eigen ist die charakteristisch schillernde Farbgebung wie beispielsweise bei den Juwelen-Fahnenbarschen.
Ihre Heimat ist vorwiegend der indopazifische Großraum. Sie kommen im Roten Meer, im Indischen Ozean sowie den tropischen und subtropischen Gewässern des Pazifiks vor und besiedeln dort gerne in großen Schwärmen die Außenbereiche von Korallenriffen. Aber auch im Mittelmeer sind die kleinen Sägebarsche anzutreffen. Der dort lebenden Mittelmeerfahnenbarsch kommt zudem auch in den Gewässern des Atlantiks rund um die Azoren, Madeira und den Kanaren vor. Fahnenbarsche ernähren sich vorwiegend von tierischem Plankton, das sie durch ihre kleinen Mäuler einsaugen.

 

Morphologie

Die überwiegende Mehrheit der Art der Fahnenbarsche erreicht maximale Körpergrößen von rund 10 cm. Einige wenige werden an die 20 cm groß und nur eine spezielle Art – der Meganthias – erreicht bis zu 40 cm. Der Körper der Fahnenbarsche ist in der Regel seitlich abgeflacht und erinnert in der Form an eine Spindel. Charakteristisch ist neben den leuchtenden Farben - je nach Art weisen die Fische eine orangene, rote oder violette Färbung auf. Ein weiteres besonderes Merkmal ist die durchgehende Rückenflosse, die von zahlreichen Flossenstrahlen durchzogen wird. Der Schwanz hat üblicherweise eine spezielle Gabelform und wird ebenfalls von zahlreichen Flossenstrahlen stabilisiert.

 

Besonderheiten

Eine skurrile Besonderheit liegt in der Fähigkeit der Weibchen, sich geschlechtlich zu wandeln: Stirbt in einem „Harem“ das dominierende Männchen, kann das ranghöchste Weibchen seine Rolle innerhalb kurzer Zeit übernehmen. Der Clou: Der weibliche Fahnenbarsch wandelt sich in ein Männchen und übernimmt damit die dominierende Rolle ein, das zudem für die Befruchtung der ablaichten Eier zuständig ist.

 

Natürliche Feinde

Aufgrund ihrer Biomasse stellen die Fahnenbarsche einen großen Anteil der Fischfauna in den besiedelten Riffen. Um so mehr sind die Fische von zentraler Bedeutung für kleinere und spezialisierte Raubfische, die in den Korallenriffen leben. Zu ihren natürlichen Feinden zählen kleinere Zackenbarsche, Eidechsenfische, Muränen, Skorpion- und Krokodilfische sowie Krötenfische.

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