Fototipp: Makrofotografie

Wenn wir über Makroaufnahmen sprechen, dann meint der Fotograf in der Regel Aufnahmen von Objekten mit einer Größe bis maximal 20 Zentimeter – aber auch deutlich kleinere Motive.

Im Unterwasserbereich finden sich zahlreiche Lebewesen, die ein geeignetes Motiv für die Makrofotografie abgeben.
Dazu zählen Meeresschnecken, Krustentiere und zahlreiche Fischarten. Aber auch bestimmte Bildausschnitte wie etwa das gemusterte Auge eines Fisches oder die filigranen Einzelheiten von Meerespolypen und Anemonen können zur detaillierten Betrachtung durch die Makrofotografie herangezogen werden.
Mit speziellen Makroobjektiven ausgerüstet stellen sich die ambitionierten Tauchfotografen der Herausforderung, möglichst dicht an ihr Wunschmotiv heranzukommen, was bei den zumeist scheuen Meereslebewesen zu einer Geduldprobe werden kann.

Das Zauberwort in der Makrofotografie heißt „Nähe“. Je näher der Fotograf am Motiv ist, desto besser und desto leichter können Details herausgearbeitet werden.
Wer also glaubt, schon nah genug am Motiv dran zu sein, lieber noch mal vergewissern, ob sich die Distanz nicht doch noch verringern lässt. So gelingen noch
faszinierendere Aufnahmen und das Motiv lässt sich so auch besser vom Hintergrund absetzen.

 

Schärfentiefe

Die Nähe zum Motiv wirft ein anderes Problem auf: Der Schärfebereich des Fokus verkleinert sich beträchtlich. Die Schärfentiefe ist mit „normalen“ Blendeneinstellungen nicht zu gewährleisten. Und so kommt es bei den ersten Versuchen mit der Makrofotografie zu ungewollten Unschärfen, die sich bisweilen noch als künstlerisch gewollte Effekte vertuschen lassen.
Das Zauberwort heißt hier kleine Blenden. Mit einer Blendenzahl von f9 und höher sollten die ersten Versuche gemacht werden. Es kann durchaus hilfreich sein, einige Belichtungsserien zu machen, um an Land das Ergebnis zu kontrollieren und zu prüfen, mit welchen Blendeneinstellungen die besten Ergebnisse zu erzielen sind. Viele Fotografen schwören auf Blendenzahlen ab f11 und höher. Das wiederum hat zur Folge, dass die Belichtungszeit entsprechend verlängert werden muss und/oder die Blitzparameter angepasst werden dürfen.
Insofern: Ein wenig Tüftelei, die sich aber angesichts der deutlich besseren Ergebnisse bezahlt macht.

Ausrüstung

Wer sich intensiv mit der Makrofotografie unter Wasser beschäftigt, wird nicht umhinkommen, sich eine Spiegelreflex-Kamera anzuschaffen. Die einsetzbaren Objektive sind an Qualität nicht zu übertreffen. Sicher haben moderne digitale Kleinbildkameras Eigenschaften, mit denen man auch sehr gute Ergebnisse erzielen kann.
Doch die einsetzbaren großen Brennweiten bei den Spiegelreflex-Kameras mit Brennweiten teilweise über 100 mm bieten weit mehr Spielraum und in der Regel auch deutlich mehr Schärfe – von den zahllosen anderen Einstellungsmöglichkeiten, die diese Kameras bieten, abgesehen.

Unser Tipp:

Wer eine einfache, möglichst kompakte Allround-Kamera haben möchte und wenig Gepäck zusätzlich im Tauchurlaub schleppen möchte, der sollte sich auf die kompakten Kameramodelle konzentrieren.  Wer experimentell fotografieren und alle Einstellungen ausreizen möchte, dem seien die Spiegelreflexmodelle mit ihren zahlreichen Einsatzmöglichkeiten empfohlen. Weitere Entscheidungshilfen

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