Geräteflossen – Flossenkonzept mit Vorteilen

Geräteflossen: Sie sind bei Tauchern die erste Wahl, wenn es darum geht, ein geeignetes „Werkzeug“ für ausreichenden Vortrieb zu finden. Warum die offene Flosse für Taucher die richtige Wahl ist, erläutern wir im unserem Beitrag.

Geräteflossen haben ein entscheidendes und auf den ersten Blick nachteiliges Unterscheidungsmerkmal: Man kann nicht barfuß einsteigen. Die Flossen sind so konzipiert, dass man zu ihrer Verwendung Füßlinge einsetzen muss. Und das ist paradoxerweise auch gleichzeitig der große Vorteil der Flossen.

Während die Geräteflossen weitestgehend die gleichen oder zumindest ähnliche Produkteigenschaften wie verwandte geschlossene Flossen aufweisen, besteht der entscheidende Unterschied darin, dass Geräteflossen über ein offenes Schuhteil verfügen, das mittels Fersenband oder ähnlicher Vorrichtung geschlossen wird. Die Flossen können nur mit Füßlingen genutzt werden: Diese speziellen Neoprenschuhe geben dem Fuß besonders guten Halt im Flossenkörper und entlasten diesen gleichzeitig: Druckstellen und Blasen gehören bei Geräteflossen in der Regel der Vergangenheit an.

Willkommener Schutz der Füße

Wer schon mal sein Equipment über längere Strecken hat schleppen müssen, insbesondere im unwegsamen Gelände, erkennt schnell die Vorteile der Geräteflossen, genauer gesagt: Der obligatorischen Füßlinge.
Sie dienen als schützendes Schuhwerk an und ebenso unter Wasser. Wer unter dem Gewicht der Tauchausrüstung schon mal auf einen scharfkantigen Stein getreten ist, weiß es zu schätzen, wenn der Schmerz nachlässt. Auch schützen die Füßlinge in sandigen Uferbereich vor unschönen Berührungen mit Seeigeln und anderen unangenehmen Zeitgenossen unter Wasser. Zudem haben sie zusätzlich wärmende Eigenschaften, auf die der Wassersportler bei offenen Flossen verzichten muss.

Hersteller von Geräteflossen

Zu den bekanntesten Herstellern von Geräteflossen zählen namhafte Firmen wie SCUBAPRO, Mares, Cressi, Seac Sub und auch Aqualung. Die Preis startet bei einfachen Modellen bereits bei unter € 100,–. Teure Flossen können auch schon mal über € 200,– liegen. Dabei unterscheiden sich die Modelle aufgrund ihrer Materialeigenschaften. Komplexe Flossen bedienen sich oft verschiedener Materialien, die in aufwändigen Verfahren verarbeiten werden.

Hartes oder weiches Blatt?

In der Regel lässt sich festhalten, dass die Härte der bei der Verarbeitung des Flossenblatts (der eigentliche Antriebskörper der Flosse) verwendeten Materialien ihre Eigenschaften hinsichtlich des Vortriebs maßgeblich bestimmen.

Einfach gesagt: Eine Geräteflosse mit hartem Flossenblatt hat einen höheren Vortrieb und bedeutet bessere Eigenschaften im Hinblick auf die Geschwindigkeit. Dies kann auch beim Tauchen bei Strömung einen deutlichen Vorteil ausmachen.

Klar im Vorteil: Geräteflossen

Weiche Flossen, also Flossen, deren Blatt konstruktionsbedingt eher nachgiebig ist, verleihen dem Taucher eine höhere Wendigkeit. Fotografen, die besonders wendig sein müssen, wenn es darum geht, ein Motiv richtig einzufangen, setzen oft auf weiche Flossen.
Diese haben allerdings in der Strömung entscheidende Nachteile aufgrund des geringeren Vortriebs. Und auch in punkto Geschwindigkeit können Sie mit steifen Flossenmodellen nicht mithalten. Dafür sind sie besonders für ihre gelenkschonenden Eigenschaften bekannt.

Die Geräteflosse ist in allen oben beschriebenen Variationen erhältlich. Die Hersteller erfinden sich immer wieder neu und versuchen den stabilen Flossen immer neuere und komfortablere Produkteigenschaften zu geben.

Ob Splitfins, durchgehende Flossen, langes oder kurzes Flossenblatt, Hartgummi oder komplexe Verbundmaterialien: Letzten Endes ist die Entscheidung oftmals eher philosophischer Natur. Naja, der Geldbeutel spricht sicherlich auch noch mit. Ob ein teures Flossenmodell entscheidend besser ist als ein Mittelpreismodell kann nur der Taucher selbst bestimmen.

Entscheidungshilfe

Grundsätzlich gilt wie bei jedem Kauf: Am besten die Flosse vorher testen. Ob man sich letztlich für eine Geräteflosse entscheidet oder eine geschlossene steht dem Käufer frei. Wir würden aufgrund der oben genannten Gründe jederzeit zu einer Geräteflosse tendieren: Die schutzgebenden und wärmeisolierenden Eigenschaften sowie Tragekomfort als auch das praktische Hereinschlüpfen in die Flosse stellen für uns die besten Argumente für das Konzept der Geräteflosse dar.

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